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Energiewende, dem Klimawandel begegnen

Das Präsidium legte in Abstimmung mit den Landesverbänden und Bezirksgruppen für das Jahr 2012 folgendes Leitthema fest: „Energiewende, dem Klimawandel begegnen“. Gleichzeitig wurden die Landesverbände und Bezirksgruppen gebeten sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

 

VERANSTALTUNGEN ZUM JAHRESLEITTHEMA

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Landesverband Hessen:

 

Samstag, 12.05.2012

 

ab 10:30 Uhr     

Öffentliche Veranstaltung im Hotel "Dolce"

Energiewende, dem Klimawandel begegnen

                   

Vorträge:      

Bad Nauheim - Wandel von Kur- zur Gesundheitsstadt

 

Die Energiewende nachhaltig gestalten im interdisziplinären Planungsteam

Annette Bähr , Architektin BDB, Darmstadt,

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Bezirksgruppe Menden-Hönnteal:

                    

Mo., 16.04.12 (direkt nach den Osterferien)                         

PlusEnergieHaus PhönixSee / Stadtwerke Dortmund

http://www.energieeffizienz-dortmund.de/

                 

Mo., 14.05.12        

Energieeffizienz - Hydraulischer Abgleich / Fa. Heimeier (MTGZ Menden)

http://www.taheimeier.de/de-DE/Produkte-und-Loesungen/endverbraucher-produkte/effizienz-modernisierung-im-dreiklang/hydraulischer-abgleich-energieeinsparung-durch-optimierung-der-wasserverteilung/

 

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Landesverband Nordrhein-Westfalen:

 

7. BDB-Bosch-Junkers-Forum am 08.03.2012

Sonnige Aussichten - Bauen mit der Sonne

 

Die neue EneV 2012

Seminar am 22.03.2012 mit Dipl.-Ing. Friedrich Fath

 

Innendämmung

Seminar am 10.05.2012 mit Krings, Sous, Prof Zerwas, Dahmen

 

Links dazu: Seminare

 

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Auf dem Deutschen Baumeistertages 2011 in München wurde eine Resolution verabschiedet, die sich auch schon mit diesen Dingen beschäftigt hat.

Resolution:
Die Bundesrepublik Deutschland steht vor großen Herausforderungen, die über die Zukunft der Bürger in der Bundesrepublik mitentscheiden werden!

Die Bewältigung der Folgen der demographischen Entwicklung in unserem Land und die Bewältigung der Klimafrage.

Beide Zukunftsthemen haben Konsequenzen für das Bauen in Deutschland und damit auch für die Tätigkeit von ArchitektInnen und IngenieurInnen. Die Lösung dieser Aufgaben wird mit darüber entscheiden, unter welchen Rahmenbedingungen unsere Kinder und wir zukünftig leben können!

Demographische Entwicklung
Es ist unstrittig, dass die demographische Entwicklung bewirkt, dass unsere Gesellschaft schrumpft, wir immer älter werden dürfen und der Anteil der älteren Menschen an der Gesamtbevölkerung immer größer wird.
Es ist ebenfalls unstrittig, dass der überwiegende Teil unserer Städte und Gemeinden schrumpft, ohne dass wir hierauf bereits die richtige Antworten kennen.
Das hat nicht nur Konsequenzen für die Frage der Rentenhöhe, sondern auch für die Frage des passenden Wohnungsangebotes für ältere Menschen.
Wir müssen in den nächsten 15 - 20 Jahren mindestens ein Drittel unseres Wohnungsbestandes an die Bedürfnisse älterer Menschen anpassen, Wohnungen in denen Menschen alt werden können, in einem Wohnumfeld, das möglichst barrierearm ist.
Alle Umfragen bestätigen, dass auch alte Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben wollen, solange es möglich ist. Sie wollen in ihrem gewachsenen sozialen Umfeld leben, möglichst bis zu ihrem Tod.
Diesem Wunsch entgegenzukommen ist das Gebot der Stunde.
Auch ein reiches Land wie die Bundesrepublik Deutschland wird nicht in der Lage sein, ältere Menschen mit einer gewissen Pflegebedürftigkeit in Pflegeheimen zu versorgen.
Aus diesem Grunde stimmen hier die Wünsche der Betroffenen und die gesellschaftlichen Zielsetzungen überein.
Diese Bedürfnisse zu befriedigen erfordert allerdings ein gewaltiges Bauprogramm sowohl in unseren Wohnungsbeständen als auch im Bereich des Wohnungsneubaus.
Allein in Nordrhein-Westfalen sind ca. 50 Milliarden € erforderlich, um ein Drittel des vorhandenen Wohnungsbestandes altengerecht umzurüsten bzw. neu zu errichten. Hierbei sind die Kosten für die Anpassung des Wohn- und Lebensumfeldes noch nicht berücksichtigt.
Die hierzu notwendigen Maßnahmen kommen im Übrigen nicht nur alten Menschen zugute, sondern ebenso Familien mit Kindern und Behinderten.

Klimafrage
Nicht erst seit Fukushima ist allen Verantwortlichen bewusst, dass wir die Klimaveränderung langfristig stoppen, den Verbrauch von fossilen Brennstoffen einschränken müssen und die Atomkraft keine Alternative ist! Die Abkehr vom Einsatz fossiler Brennstoffe und die verstärkte Nutzung von regenerativen Energien muss deutlicher den Forschungsbereich und unseren Tätigkeitsbereich bestimmen.
Wir wissen, dass über 40 % des Energieverbrauchs und des Schadstoffausstoßes aus Wohngebäuden resultiert.
Es steht außer Frage, dass der Einsatz von Energie, Rohstoffen und Boden um ein Vielfaches verringert werden muss. Schätzungen besagen, dass rund 40 Prozent der in Deutschland aufgewendeten Primärenergie im Bausektor und hier insbesondere in der Beheizung unserer Wohnungen verbraucht wird.

Ein ungeheurer Wert, der deutlich macht, welche Jahrhundertaufgabe hier vor uns liegt.
Mehr als 80 % unserer Gebäude sind vor dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet worden und entsprechen längst nicht mehr heutigen energetischen Standards und Möglichkeiten.
Demgegenüber beträgt die Sanierungsquote in Deutschland etwa ein Prozent des Bestandes pro Jahr!
Alleine in NRW sind ca. 90 Mrd. € notwendig, um ca. 70% unserer Bestände energetisch nachzurüsten!

Die Bundesregierung hat mit ihren Klimazielen für 2020 und 2050 ambitionierte Marken gesetzt. Der BDB begrüßt diese Ziele ausdrücklich.
Wenn diese Ziele allerdings auch nur ansatzweise erreicht werden sollen, brauchen wir ein belastbares, vertrauensbildendes politisches Handeln. Die Investoren, die ArchitektInnen und IngenieurInnen brauchen Planungssicherheit!
Die energetische Nachrüstung unserer Bestände muss eine zentrale Aufgabe der nächsten 15-20 Jahre werden.

Fazit

  • Wir brauchen nachfragegerechte Wohnungen für alle Bevölkerungsgruppen insbesondere Angebote für die ältere Generation, in denen sie mit Unterstützung sehr alt werden können.
  • Wir brauchen eine energieeffiziente, altengerechte Architektur im Neubau und die energetische Nachrüstung und den altengerechten Umbau unserer Bestände.
  • Wir brauchen ein barrierefreies/barrierearmes Wohnumfeld, überall da wo alte Menschen leben
  • Wir brauchen zusätzliche Investitionen im Forschungsbereich für intelligente Lösungen im Bereich der energetischen Nachrüstung der Bestände, damit unsere Städte nicht im Einheitsbrei von Wärmedämmfassaden verkommen!
  • Wir brauchen eine vertrauensbildende Politik für diese Bereiche und eine Verstetigung der finanziellen Basis.

Diese Zukunftsziele sind nicht alleine durch die Bereitstellung von Fördermitteln zu erreichen. Wir brauchen sowohl Förderprogramme, die diesen Aufgaben gerecht werden als auch die Aktivierung privaten Kapitals über Abschreibungsmöglichkeiten, die zu wirtschaftlichen Ergebnissen für diese Maßnahmen führen!

Für uns ArchitektInnen und IngenieurInnen stellt sich das Thema als Zukunftsaufgabe, die nicht nur unser Fachwissen und Know-how erfordert (und damit ein wichtiges Beschäftigungsfeld ist), sondern auch große Verantwortung mit sich bringt.

  • Verantwortung, die wir unseren Auftraggebern gegenüber haben;
  • Verantwortung für die Baukultur in unserem Lande;

und

  • Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen, denen wir eine lebenswerte Umwelt hinterlassen wollen und müssen.

ArchitektInnen und IngenieurInnen des BDB stellen sich mit großer Energie und Leidenschaft dieser Herausforderung!

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BDB- Jahrbuch 2012
Das BDB-Jahrbuch wird sich auch mit diesem Thema beschäftigen. Folgende Artikel werden erscheinen:

Leitthema: Energiewende - Dem Klimawandel begegnen
Grußwort: Bundesbauminister Ramsauer
Schlüsselfrage Energie   Michael Müller PSts a.D.
Dem Klimawandel begegnen Dr. Ulrich Kriese, NABU-Bundesfachausschuss Siedlungsentwicklung
Herausforderungen Klimaschutz und Klimawandel Dipl.-Ing. Guido Wallraven, Dipl.-Ing. Christian Voigt,
Stadt- und Regionalplaner, Bonn, Berlin
Energetische Gebäudesanierung Dipl.-Ing. Edgar Krings, pbs Architekten BDB, Aachen
EnergiePlus  Prof. Dr-Ing. Norbert Fisch, TU Braunschweig
Die Qualität historischer Gebäude im Zeitalter der Energiewende Prof.  Georg Sahner, Hochschule Augsburg
Energieeffizienz Haustechnik Dipl.-Ing. BDB Alexander Lyssoudis, München
Nutzen und Grenzen der Dämmumg   Dipl.-Ing. Alfred Schelenz,  capricon development

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