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6. Februar 2024 | Verbandsnachrichten | Bayern

BDB-Neujahrsempfang 2024 in München unter dem Motto „Zeitenwandel am Bau – Umbruch und Aufbruch“

Mit dem Thema des diesjährigen Neujahrsempfangs wollte sich der BDB Bayern bewusst auf die Chancen dieser für die Baubranche fraglos schwierigen Zeit konzentrieren.
Mario Mirbach, Staatsminister Bernreiter und Alexander Lyssoudis beim BDB Neujahrsempfang 2024
Foto: Jasmin Albrecht / BDB Bayern

Mit dem Thema des diesjährigen Neujahrsempfangs wollte sich der BDB Bayern bewusst auf die Chancen dieser für die Baubranche fraglos schwierigen Zeit konzentrieren. Mit „Zeitenwandel am Bau – Umbruch und Aufbruch“ suchte der Verband nach Chancen, die die multiplen Krisen für das Berufsbild der planenden Berufe bedeuten. Denn es steht außer Frage, dass da neue Geschäftsfelder auf sie zukommen.

Der erste Neujahrsempfang seit 2020 war gleichzeitig auch der Bestbesuchte. Der Landesvorsitzende Mario Mirbach eröffnete mit einem positiven Blick auf die Chancen der Baukrise die Veranstaltung. Gerade die Digitalisierung biete eine Reihe von neuen Geschäftsfeldern in Dienstleistung, Beratung und Services für Kosteneinsparungen im Wohnungsbau über signifikante Prozessoptimierungen, wie auch für die Erreichung der Klimaziele über digitale Gebäudezwillinge und Lebenszyklus-Analysen. Die planenden Berufe müssten aber über den Digitalbonus Bayern, der derzeit nicht für sie gilt, auf diesem Weg ebenso Unterstützung finden wie die Gewerbetreibenden. Die planenden Freien Berufe dürften nicht die Last der Emissionseinsparungen im Gebäudesektor tragen und dabei in punkto Digitalisierung allein gelassen werden, so Mirbach.

 

Der bayerische Bauminister Christian Bernreiter zeigte in seinem Grußwort Verständnis für die Sorgen der Baubranche. Insgesamt könne Bayern jedoch auf eine positive Bilanz zurückblicken. Der Freistaat investiere jetzt schon mehr als andere Bundesländer in den Wohnungsbau – um den es immer wieder ging –, man habe in Bayern größere Förderprogramme aufgelegt als die anderen. Ferner betonte er, dass Bayern sich „für die digitale und ökologische Transformation“ einsetze. Zum Fortschritt der Digitalisierung berichtete er, dass die Bauämter nun sukzessive in BIM geschult würden. Den Gebäudetyp E unterstützt die Staatsregierung und legte die Weichen dafür schon in der letzten Legislaturperiode. Vergabeverfahren, so der Staatsminister, dürften nicht daran scheitern, dass sie finanziell ähnlich aufwändig seien wie beispielsweise eine Statikplanung. Um vereinfachtes Bauen zu ermöglichen, werde gerade ein Verfahren gestartet, um die Bayerische Bauordnung nach Lösungsansätzen zu durchforsten. In diesem Zusammenhang lud er die Verbände zur Mitarbeit ein. „Gemeinsam werden wir vorankommen!“, motivierte er die Anwesenden.

Die anderen Grußwortredner stimmten in diesen Tenor ein: Der spontan zu einem Grußwort bereite Handwerkstags-Präsident Franz Xaver Peteranderl mahnte an, dass „Kunden, Häuslebauer und Projektentwickler“ wieder Zuversicht vermittelt bekommen müssten. Ingenieurekammer-Präsident Norbert Gebbeken warnte, dass das Jammern, das die letzte Zeit „überhandgenommen“ habe, zu nichts führe: „Wie sollen wir Nachwuchs bekommen, wenn wir nur jammern?“ Clemens Richarz, 1. Vizepräsident der Bayerischen Architektenkammer, berichtete von konkreten Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele der Kammer und der aus Berlin angereiste Hauptgeschäftsführer der Freien Berufe Peter Klotzki hielt einen flammenden Impulsvortrag zur Bedeutung der Freien Berufe für die Transformation.

Der Landesverband Bayern freut sich über einen äußert gelungenen Abend mit interessierten und dem BDB sehr zugewandten Gästen. Wir bedanken und herzlich bei allen Mitwirkenden.

 

Fotos: ©Jasmin Albrecht / BDB Bayern

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