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Architektur – Bewerbung und Portfolio

Checkliste: So sieht eine starke Bewerbung aus

Dein Lebenslauf...

  • besteht aus maximal 2 Seiten
  • ist klar strukturiert
  • benennt Praktika und Werkstudententätigkeiten
  • führt Softwarekenntnisse (z. B. ArchiCAD, Revit, Rhino, BIM-Tools, Rendering) konkret auf
  • zeigt deine Zusatzqualifikationen (z. B. Nachhaltigkeit, BIM, Wettbewerbe,…)

Dein Portfolio...

  • umfasst in der Regel maximal 20–30 Seiten
  • zeigt deine besten Projekte zuerst
  • zeigt nur eine Auswahl deiner Projekte, erklärt sie aber sauber
  • ist eine Mischung aus: Entwurf, Konstruktion, Detail, ggf. Modell / Diagramm
  • Jede Arbeit beschreibst du mit: a) Projektziel, b) deiner Rolle, c) den entscheidenden Entwurfsschritten
  • Beschreibe ein Projekt nicht nur visuell, sondern strukturell: Welche Probleme gab es? Welche Idee hattest du? Wie hast du sie umgesetzt?

Gestaltung zählt!

In der Architektur ist das Portfolio selbst ein Gestaltungsobjekt. Achte daher auf:

  • klare Typografie
  • ruhige Farbwahl
  • gute Bildqualität
  • konsistente Layoutstruktur
  • gut lesbare Beschriftungen
  • nachvollziehbare Projektlogik

Eigene Skizzen, Diagramme oder Modelle können deine Denkweise sichtbar machen.

Motivationsschreiben

Dein Motivationsschreiben sollte Antworten auf diese Fragen beinhalten:

  • Warum genau willst du in dieses Büro?
  • Welche Haltung teilst du?
  • Welche 2–3 Kompetenzen bringst du konkret ein?

Vermeide dabei Standardfloskeln, sondern versuche, ein authentisches Bild von dir zu vermitteln!

Bewerbungs-Checkliste zum Download

Praxisimpuls: Was Arbeitgeber wirklich suchen

Architekturbüros achten besonders auf:

  • Kreativität
  • Technisches Verständnis
  • Organisationstalent
  • Problemlösungskompetenz
  • Eigenverantwortung
  • Teamfähigkeit
  • Analytisches Denken
  • Vorstellungskraft

Weniger wichtig sind:

  • perfekte Noten
  • überladene Layout-Spielereien und Portfolios

Praxisimpuls: Häufige Fehler, die du vermeiden solltest

1. Zeigst du zu viele Projekte – ohne klare Linie?

Viele Portfolios sind überladen. Zu viele Projekte führen oft dazu, dass nichts wirklich hängen bleibt.

Besser: Wähle gezielt wenige Arbeiten aus, die deine Stärken zeigen – und ordne sie sinnvoll. Ein roter Faden ist wichtiger als Vollständigkeit.

2. Sind deine Schwerpunkte erkennbar?

Arbeitgeber wollen schnell verstehen, wofür du stehst. Wenn alles ein bisschen drin ist, bleibt oft nichts klar hängen.

Besser: Zeige bewusst…

  • wo deine Interessen liegen
  • welche Themen sich durchziehen

  • was du vertiefen möchtest

3. Hast du dein Portfolio auf das Büro angepasst?

Ein Standard-Portfolio für alle Bewerbungen wirkt schnell beliebig.

Besser: Passe Auswahl und Reihenfolge deiner Projekte an das Büro an!

  • Entwurfsbüro → mehr Konzept & Gestaltung

  • Bauleitungsbüro → mehr Umsetzung & Detail

  • Spezialbüro → passende Inhalte hervorheben

4. Ist deine eigene Rolle klar beschrieben?

Formulierungen wie: „Wir haben ein Projekt entwickelt…“ lassen offen, was du tatsächlich gemacht hast.

Besser: Schreibe konkret! Das schafft Klarheit und Vertrauen.

  • „Ich habe den Entwurf entwickelt“

  • „Ich habe die Pläne ausgearbeitet“

  • „Ich habe die Berechnung durchgeführt“

5. Zeigst du eine Entwicklung im Studium?

Viele Portfolios wirken wie eine lose Sammlung von Projekten.

Besser: Mache sichtbar, wie du dich entwickelt hast! Das zeigt Lernfähigkeit – ein entscheidender Faktor beim Berufseinstieg.

  • von einfachen zu komplexeren Aufgaben

  • von Konzept zu Detail

  • von Theorie zu Praxis

Mach deine Spezialisierungen sichtbar!

Viele Studierende denken, sie müssten „alles können“. In der Realität suchen Büros aber oft gezielt:

  • Entwurfsschwerpunkte
  • Bauleitungsaffinität
  • Nachhaltigkeitskompetenz
  • BIM-Erfahrung
  • Bestandserfahrung

Wenn du weißt, was dich wirklich interessiert, dann habe den Mut das auch bewusst zu zeigen!

So kann der BDB dir helfen!

Viele BDB-Mitglieder leiten selbst Planungsbüros oder haben bereits viel Erfahrung mit Bewerbungsprozessen. Nutze dieses Netzwerk, um…

  • deine Erwartungen und die von Planungsbüros besser einzuordnen,
  • unterschiedliche Bürotypen kennenzulernen,
  • Erfahrungswerte aus der Praxis zu bekommen.