Arbeitgeber achten stark auf praktische Einsetzbarkeit. Benenne also so konkret wie möglich deine vorhandenen Skills! Das können zum Beispiel sein:
Im Bauingenieurwesen ist eine Projektübersicht oft wichtiger als ein Design-Portfolio.
Für jedes Projekt solltest du auflisten
Unser Tipp – Wenn du ein Projekt beschreibst, nutze immer dieses Muster:
Problem: Was war die Aufgabe? Lösung: Was hast du gemacht (Methode/Ansatz)? Ergebnis: Was kam raus (Plan, Berechnung, Nachweis, Konzept)?
Benenne Erfolge des Projektes! Die Kosten konnten gesenkt oder Zeit gespart werden? Tue Gutes und sprich darüber!
Hier bringst du auf maximal einer Seite unter:
Deine Noten aus dem Studium sind natürlich nicht egal, aber abgesehen davon sind oft noch ganz andere Punkte entscheidend, ob ein Planungsbüro oder ein anderer Arbeitgeber dich einstellt. Was du unbedingt mitbringen solltest sind:
Viele Bewerbungen klingen gut, sagen aber wenig aus. Begriffe wie „teamfähig“, „belastbar“ oder „lösungsorientiert“ stehen oft im Lebenslauf, ohne dass klar wird, was dahinter steckt.
Besser: Zeige deine Fähigkeiten an konkreten Situationen!
„Koordination von 3 Teilprojekten im Rahmen eines Hochschulprojekts“
„Eigenständige Bearbeitung eines statischen Nachweises“
So wird aus einer Floskel eine nachvollziehbare Kompetenz.
Viele listen Softwarekenntnisse einfach auf: AutoCAD, Revit, Excel, BIM…Das wirkt schnell beliebig.
Besser: Zeige, wie du die Tools genutzt hast!
„Ausführungspläne in AutoCAD erstellt“
„3D-Modell in Revit aufgebaut und koordiniert“
„Mengenermittlung und einfache Kalkulation in Excel“
Arbeitgeber interessiert nicht, dass du Software kennst – sondern wie du sie einsetzt.
Formulierungen wie: „Wir haben ein Gebäude entworfen…“ lassen offen, was dein Beitrag war.
Besser: Mach deine Rolle sichtbar!
„Entwurfskonzept entwickelt“
„Grundrisse ausgearbeitet“
„Tragwerkskonzept berechnet“
Gerade im Berufseinstieg zählt zu zeigen: Was kannst du selbstständig leisten?
Viele schreiben, sie seien „für alles offen“. Das klingt flexibel, wird aber oft als Orientierungslosigkeit gelesen.
Besser: Zeige eine klare Tendenz!
„Besonders interessiert mich Tragwerksplanung“
„Ich möchte mich im Bereich Bauleitung weiterentwickeln“
„Ich sehe meine Stärken im Bereich Infrastrukturplanung“
Du musst dich nicht festlegen, aber eine Richtung hilft Arbeitgebern enorm.
Bewerbungen bleiben oft allgemein und klingen in etwa so: „Ich möchte im Bauwesen arbeiten.“ Das ist zu unspezifisch!
Besser: Zeige, warum genau du in dieses Feld möchtest!
„Mich interessiert, wie komplexe Projekte auf der Baustelle koordiniert werden.“
„Ich möchte statische Zusammenhänge nicht nur verstehen, sondern anwenden.“
„Der Bereich Nachhaltigkeit und Bestand reizt mich besonders.“
Viele BDB-Mitglieder leiten seit Jahren Planungsbüros und wissen genau, worauf es beim Start in den Beruf oder einer Bewerbung ankommt. Das BDB-Netzwerk kann dir helfen…
Gerade am Anfang ist das Gold wert, weil solche und ähnliche Fragen an der Hochschule nicht oder nur selten beantwortet werden.