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2. Juni 2026 | Berufspolitik | Bund

Für verlässliche Studienfinanzierung und leistungsfähige Hochschulen!

Anlässlich der aktuellen Debatte um die BAföG-Reform warnt der BDB davor, die Ausbildung künftiger Planerinnen und Planer zu gefährden.
Foto: iStock, Salaithip Chaimongkol

Anlässlich der aktuellen Debatte um die BAföG-Reform warnt der BDB davor, die Ausbildung künftiger Planerinnen und Planer zu gefährden. Architektur, Stadtplanung, Bauingenieurwesen und verwandte Planungsberufe brauchen gute Rahmenbedingungen – finanziell, räumlich und politisch.

Wer Zukunft bauen will, darf die Ausbildung derjenigen nicht gefährden, die sie planen sollen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die BAföG-Reform und einzelner Äußerungen zu Nebenjobs im Studium macht der BDB deutlich: Die Realität vieler Studierender und die Anforderungen an eine hochwertige Ausbildung dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Seit der Einführung von Bachelor und Master haben sich viele Studiengänge deutlich verdichtet. Mehr Prüfungen, engere Zeitfenster und weniger Spielräume prägen den Alltag vieler Studierender. Gerade in Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung, Bauingenieurwesen sowie verwandten Planungsdisziplinen kommen hohe fachliche Anforderungen hinzu: Entwerfen, Konstruieren, Baukultur, Klimaanpassung, Digitalisierung, Bestandsentwicklung, Recht, Normung und Praxisbezug lassen sich nicht beliebig komprimieren.

Gleichzeitig stehen viele Studierende unter wachsendem finanziellen Druck. Wer einen erheblichen Teil seiner Zeit für Miete und Lebenshaltungskosten erarbeiten muss, kann ein ohnehin anspruchsvolles Studium nur unter erschwerten Bedingungen bewältigen. Damit wird die Ausbildung nicht nur zur finanziellen, sondern auch zur sozialen Hürde. Dies kann Studieninteressierte abschrecken und begünstigt jene, deren Familien fehlende staatliche Unterstützung ausgleichen können.

Hinzu kommt der Zustand vieler Hochschulen. Wenn Universitäten selbst zum Sanierungsfall werden, wenn Arbeitsplätze, Werkstätten, Labore und Lernräume fehlen oder verfallen, leidet die Qualität der Ausbildung unmittelbar. Aktuelle Beispiele wie die Situation an der TU Berlin zeigen, wie dringlich Investitionen in leistungsfähige Hochschulstandorte sind.

Der BDB betont: Deutschland braucht hervorragend ausgebildete Planerinnen und Planer! Ohne sie werden weder Investitionsprogramme noch die dringend notwendige Instandhaltung der Infrastruktur wirksam umgesetzt werden können. Brücken, Schulen, Wohnungen, Bahnstrecken, öffentliche Gebäude und klimaresiliente Städte entstehen durch Menschen, die gut ausgebildet sind und Verantwortung übernehmen können.

Der BDB fordert deshalb verlässliche Studienfinanzierung, sanierte und leistungsfähige Hochschulen, hochwertige Studiengänge in Architektur und Bauingenieurwesen sowie politischen Respekt vor der Leistung der Studierenden.

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