Geplant sind insbesondere:
Der BDB begrüßt diese Schritte. Höhere Bedarfssätze, eine bessere Wohnkostenpauschale, dynamisierte Freibeträge und einfachere Verfahren sind notwendig. Bei Zeitpunkt und Ausgestaltung sieht der BDB jedoch weiteren Handlungsbedarf.
Steigende Mieten und Lebenshaltungskosten belasten Studierende bereits heute. Verbesserungen, die teilweise erst 2027 oder 2029 greifen, kommen aus Sicht des BDB zu spät.
Der Bundestag sollte die Beratungen deshalb nutzen, um die Leistungsverbesserungen vorzuziehen und stärker an die tatsächliche Kostenentwicklung zu koppeln. Digitalisierung muss zudem zu einfacheren Anträgen, kürzeren Bearbeitungszeiten und verlässlicheren Auszahlungen führen.
Der BDB vertritt Studierende der Architektur, des Bauingenieurwesens und weiterer planender Berufe als vollwertige Mitglieder. Ihre Studienbedingungen sind damit unmittelbar Teil seiner berufspolitischen Arbeit.
Gerade diese Studiengänge sind zeitintensiv: Entwurf, Konstruktion, Modelle, Projektarbeiten und Prüfungen verlangen Zeit und Konzentration. Wer einen erheblichen Teil des Lebensunterhalts durch Erwerbsarbeit finanzieren muss, hat weniger Zeit für Studium und fachliche Qualifikation.
Bereits in seiner Hamburger Erklärung vom 2. Juni 2026 hat der BDB betont, dass Studienfinanzierung eine Investition in den künftigen Fachkräftebedarf ist. Deutschland braucht gut ausgebildete Architektinnen und Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Stadtplanerinnen und Stadtplaner, um Wohnraum zu schaffen, Infrastruktur zu erneuern und die Bauwende hin zu Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Resilienz zu gestalten.
Für den BDB gehören deshalb Bildungsgerechtigkeit und Fachkräftesicherung zusammen. Gute Studienbedingungen und eine verlässliche Finanzierung sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass ausreichend qualifizierte Planerinnen und Planer in den Beruf starten.