Der BDB heute das Bauhaus-Manifest 2026 unterzeichnet. Der Verband setzt damit ein Zeichen für die gesellschaftliche Verantwortung von Architektur und Design, für kulturelle Freiheit, demokratischen Dialog, disziplinübergreifendes Denken und Weltoffenheit.
Das von der Akademie der Künste veröffentlichte Bauhaus-Manifest 2026 nimmt die Haltung des historischen Bauhauses zum Ausgangspunkt: den Mut zur Vision, die Freiheit des künstlerischen Denkens und die Überzeugung, dass kulturelle Erneuerung eine offene Gesellschaft braucht. Der BDB schließt sich diesem Bekenntnis an.
Das Manifest verbindet die internationale Wirkung des Bauhauses mit aktuellen gesellschaftlichen Aufgaben. Es fordert, die Bauhaus-Institutionen und ihre kreative Freiheit zu stärken, Kulturbauten und öffentliche Räume als Orte der Begegnung zu schützen und Erinnerungskultur als Grundlage demokratischer Selbstverständigung zu begreifen.
Zugleich hebt das Manifest die Unabhängigkeit kultureller Institutionen hervor. Es wirbt für die Verbindung von Kunst, Architektur, Handwerk, Design, Forschung und Technologie und wendet sich gegen kulturfeindlichen Nationalismus.
Für den BDB ist Baukultur keine Frage der Form allein. Die gebaute Umwelt beeinflusst Wohlbefinden, Entwicklungsmöglichkeiten und soziale Interaktion. Architektur, Ingenieurbau und Stadtplanung schaffen Räume, in denen Menschen leben, arbeiten, lernen und miteinander ins Gespräch kommen. Damit tragen die planenden Berufe eine fachliche und gesellschaftliche Verantwortung.
Die Unterzeichnung knüpft an bestehende BDB-Positionen an: Der Verband setzt sich für den Erhalt architektonisch und ingenieurtechnisch herausragender, zeitgeschichtlich bedeutender Bauwerke ein. Ebenso steht der BDB für ganzheitliches und integrales Planen unter Mitwirkung aller Fachdisziplinen.
„Architektur ist nie nur eine Frage der Form. Sie prägt, wie wir als Gesellschaft zusammenleben, uns begegnen und Zukunft gestalten. Mit der Unterzeichnung des Bauhaus-Manifests bekennt sich der BDB zu einer offenen, demokratischen Baukultur, zu interdisziplinärer Zusammenarbeit und zur Freiheit künstlerischen Denkens.“
Mit seiner Unterschrift unterstützt der BDB ein Verständnis von Baukultur, das kulturelles Erbe und Erneuerung nicht gegeneinander ausspielt. Gestalterische Qualität entsteht dort, wo unterschiedliche Disziplinen zusammenarbeiten, Institutionen unabhängig handeln können und internationale Perspektiven willkommen sind.