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25. März 2026 | Pressemitteilung | Bund

BDB zum Klimaschutzprogramm 2026: So wird das nichts!

Die Bundesregierung hat heute ihr Klimaschutzprogramm 2026 veröffentlicht. Sie setzt im Gebäudebereich an wichtigen Punkten an. Aber für eine echte Bauwende reichen das Programm und seine Finanzierung absolut nicht aus!
Foto: designer491, iStock

Die Bundesregierung hat heute ihr Klimaschutzprogramm 2026 veröffentlicht. Sie setzt im Gebäudebereich an wichtigen Punkten an – etwa bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude, der Wärmewende, der energetischen Stadtsanierung und der sozialen Flankierung. Das ist richtig. Aber für eine echte Bauwende reichen das Programm und seine Finanzierung absolut nicht aus!

Der Gebäudesektor bleibt beim Klimaschutz unter erheblichem Druck. Erst vor wenigen Tagen zeigten die neuen Emissionsdaten des Umweltbundesamtes deutlich: Der Klimaschutz in Deutschland verliert an Tempo. Besonders alarmierend ist, dass sich die Klimaschutzlücke vergrößert und der Handlungsdruck im Gebäudesektor weiter steigt.

Umso wichtiger wäre ein stringentes Gesamtkonzept für klimagerechtes Planen und Bauen gewesen. Genau das fehlt: Bestandserhalt, Umbau, Kreislaufwirtschaft, Materialeffizienz und Lebenszyklus-CO₂ müssten viel stärker ins Zentrum rücken. Vor allem aber ist die finanzielle Ausstattung des Programms nicht ausreichend.

Agora Energiewende beziffert den durchschnittlichen Investitionsbedarf für ein klimaneutrales Deutschland bis 2045 zuletzt auf rund 11,2 bis 11,3 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung (Vgl.: Agora Energiewende, 2024: Investitionen für ein Klimaneutrales Deutschland. Finanzbedarfe und Politikoptionen). Allein der Gebäudesektor erfordert demzufolge im Mittel rund 204 Milliarden Euro Investitionen pro Jahr. Gemessen daran bleibt das Klimaschutzprogramm für den Bau- und Gebäudebereich finanziell deutlich unterdimensioniert.

Wer mehr Klimaschutz im Gebäudebereich will, muss auch Planung, Umbau und Umsetzung verlässlich finanzieren. Der BDB fordert deshalb eine Nachschärfung des Programms: mit mehr Planungs- und Investitionssicherheit, mehr Praxistauglichkeit bei der Umsetzung europäischer Vorgaben und einer klaren politischen Priorität für die Bauwende.

Martin Wittjen, Hauptgeschäftsführer des BDB: „Die entscheidende Schwäche dieses Klimaschutzprogramms ist die Finanzierung. Der Investitionsbedarf im Gebäudebereich ist immens, doch im Programm ist dafür kein ausreichend dimensionierter Finanzrahmen erkennbar. So lassen sich die Klimaziele im Bauen und Betreiben von Gebäuden nicht verlässlich erreichen.“

Presseanfragen

Für Presseanfragen rund um den BDB steht Ihnen in der Bundesgeschäftsstelle Thomas Bussemer, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, zur Verfügung. Sie erreichen ihn per E-Mail an bussemer@baumeister-online.de und telefonisch unter +49 30 841897-18.

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