Direkt zum Inhalt wechseln
17. März 2026 | Berufspolitik | Bund

Klimaschutz im Gebäudesektor: Wirksame Instrumente statt neuer Fehlanreize!

Die neuen Emissionsdaten und Treibhausgasprojektionen des Umweltbundesamtes zeigen deutlich: Der Klimaschutz in Deutschland verliert an Tempo und der Handlungsdruck im Gebäudesektor steigt weiter.
Foto: iStock, Andrii Yalanskyi

Die neuen Emissionsdaten und Treibhausgasprojektionen des Umweltbundesamtes zeigen deutlich: Der Klimaschutz in Deutschland verliert an Tempo. Besonders alarmierend ist, dass sich die Klimaschutzlücke vergrößert und der Handlungsdruck im Gebäudesektor weiter steigt.

Aus Sicht des BDB darf daraus jedoch nicht der falsche Schluss gezogen werden, dass weniger gebaut oder Wohnen weiter verteuert wird. Im Gegenteil: Wenn die CO2-Emissionen im Gebäudebereich trotz stark eingebrochener Baufertigstellungen, eines hohen Anteils klimafreundlicher Heizsysteme im Neubau und zahlreicher Nachrüstungen im Bestand steigen, ist offenkundig, dass die derzeitigen politischen Instrumente nicht wirken.

Martin Wittjen, Hauptgeschäftsführer des BDB: „Deutschland kommt beim Klimaschutz insgesamt zu langsam voran. Für den Gebäudesektor heißt das vor allem, dass wir ehrlicher über die Wirksamkeit der bisherigen Instrumente sprechen müssen. Wenn weniger gebaut wird, Neubauten immer klimafreundlicher werden und dennoch keine ausreichende Emissionsminderung erreicht wird, liegt das Problem nicht beim Bauen selbst, sondern bei den politischen Rahmenbedingungen.“

„Was derzeit schiefläuft, ist nicht das Ziel, sondern der Weg dorthin“, so Wittjen. „Wir erleben seit Jahren eine Förder- und Regulierungspolitik, die hohe Erwartungen weckt, aber zu wenig verlässliche CO2-Minderung auslöst. Wer Klimaschutz im Gebäudesektor ernst meint, muss die Instrumente so ausrichten, dass sie in der Praxis funktionieren, Investitionen auslösen und bezahlbares Wohnen nicht weiter unter Druck setzen.“

Es braucht jetzt eine Kurskorrektur: Klimafreundlicher Neubau, energetische Modernisierung des Bestands und bezahlbarer Wohnraum müssen gemeinsam gedacht werden. Erforderlich sind Planungssicherheit, technologieoffene und praxistaugliche Lösungen, verlässliche Förderung sowie die Konzentration auf Maßnahmen mit tatsächlicher Hebelwirkung. Dazu gehören insbesondere Investitionen in klimaneutrale Wärmeversorgung und eine realistisch umsetzbare Modernisierung des Bestands.

„Wir brauchen keine Symbolpolitik gegen das Bauen”, so Wittjen, “sondern eine ehrliche Effizienzdebatte: Welche Maßnahmen senken Emissionen wirklich, welche sichern bezahlbares Wohnen und welche schaffen Akzeptanz? Daran muss sich die Politik messen lassen.“

Nachrichten alle Nachrichten

15. September 2026 | Verbandsnachrichten Sachsen-Anhalt

Am 12. September 2026 beging der Landesverband Sachsen-Anhalt sein 35jähriges Bestehen. Gefeiert wurde in der Genussmanufaktur in Band Salzelmen.
10. September 2026 | Berufspolitik Niedersachsen

Bundesstiftung Baukultur: Neuer Vorstand

Die Bundesstiftung Baukultur steht vor einem personellen Wechsel an der Spitze ihres Vorstands. Zum 1. Januar 2027 übernimmt die Kunst- und Architekturhistorikerin Dr. Anne Schmedding den Vorstandsvorsitz. Sie folgt auf den Architekten und Stadtplaner Reiner Nagel.
10. September 2026 | Berufspolitik Bund

Planungsvergaben brauchen Spielraum statt starrer EU-Vorgaben

Der BDB lehnt den Vorschlag der EU-Kommission ab, das europäische Vergaberecht künftig in einer unmittelbar geltenden Verordnung zu regeln.
Podiumsdiskussion Celle in Bewegung
4. September 2026 | Verbandsnachrichten Celle / Uelzen

Stadtentwicklung gemeinsam denken: BDB bringt Bürger und Politik ins Gespräch

Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt diskutierten am vergangenen Freitagabend im Kunstmuseum Celle die Frage, wie Celle auch künftig lebendig, attraktiv und zukunftsfähig gestaltet werden kann.
3. September 2026 | Berufspolitik BDB Braunschweig Wolfenbüttel Salzgitter Helmstedt Göttingen

Kommunalwahlen 2026 - Einladung zur Kandidaten-Befragung in Braunschweig

Am 13. September wird in Niedersachsens Kommunen gewählt. In Braunschweig unter anderem der Oberbürgermeister. Sieben Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich wenige Tage vor der Kommunalwahl den Fragen der Braunschweiger Bauschaffenden.
1. September 2026 | Aus der Branche Bund

KI-Kennzeichnung: Was gilt für Visualisierungen im Planungsbüro?

Seit August 2026 gelten neue Transparenzpflichten für KI-Inhalte. Für Planungsbüros ist dabei vor allem entscheidend, wie realistisch eine KI-generierte oder veränderte Darstellung wirkt. Was bei Visualisierungen, Bildern und Texten zu beachten ist, zeigt unser Überblick.
28. August 2026 | Verbandsnachrichten Niedersachsen

Neuer BDB-Landesvorstand gewählt

Susanne Witt als Vorsitzende im Amt bestätigt. Vorstandsgröße steigt von drei auf acht Personen mit künftig vier stellvertretenden Vorsitzenden.
28. August 2026 | Aus der Branche BDB Braunschweig Wolfenbüttel Salzgitter Helmstedt Göttingen

BDB-Motorradtour ging in die nächste Runde

Auch in diesem Jahr lud die BDB-Bezirksgruppe Braunschweig wieder zur gemeinsamen Motorradtour ein. Regelmäßig bringt der BDB seine Mitglieder bei Motorradtouren und weiteren Veranstaltungen zusammen und schafft so Raum für den fachlichen und persönlichen Austausch.
26. August 2026 | Berufspolitik Bund

Mehr Mittel für sozialen Wohnungsbau: Eine Trendwende?

Der Haushaltsentwurf der Bundesregierung 2027 sieht 5 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau vor. Jährlich fallen rund 55.000 Wohnungen aus der Sozialbindung. Der BDB warnt: Ohne deutlich mehr sozialen Wohnungsbau wird der Bestand weiter schrumpfen und der Druck auf das Wohngeld steigen.
20. August 2026 | Aus der Branche Bund

BDB unterzeichnet Bauhaus-Manifest 2026

Mit der Unterzeichnung bekennt sich der BDB zu einer Baukultur, die kulturelle Freiheit, Erinnerung, demokratischen Dialog, interdisziplinäres Denken und Weltoffenheit verbindet.