BDB-Mitglied Ben Passow aus Neubrandenburg ist mit dem DIA-Preis 2026 der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar ausgezeichnet worden. Der frischgebackene Masterabsolvent im Studiengang Architektur erhielt den Preis für die beste Abschlussarbeit.
Ausgezeichnet wurde seine Master-Thesis „Architektur als gesellschaftspolitischer Akteur im ländlichen Raum – Kritische Interventionen am Beispiel ausgewählter Orte in Mecklenburg-Vorpommern“. Darin setzt sich Passow mit der Frage auseinander, welche Rolle Architektur über das reine Bauen hinaus in ländlichen Räumen übernehmen kann – als Impulsgeberin für gesellschaftliche Debatten, als Mittel der Intervention und als Beitrag zur Entwicklung konkreter Orte in Mecklenburg-Vorpommern.
Für Ben Passow ist der DIA-Preis eine weitere Anerkennung seiner Arbeit. Bereits während seines Studiums an der Hochschule Wismar wurde er mehrfach für seine Entwürfe ausgezeichnet. Mit dem DIA-Preis erhält er nun einen Buchpreis, gesponsert vom BDB, sowie eine einjährige kostenfreie Mitgliedschaft im BDB. Überreicht wurde die Auszeichnung durch BDB-Präsident Dipl.-Ing. Architekt Christoph Schild.
Die Jahresausstellung DIA der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar fand 2026 vom 3. bis 5. Juli statt. DIA steht für Design, Innenarchitektur und Architektur und präsentiert seit 2006 zum Ende des Sommersemesters Studien- und Abschlussarbeiten aus den verschiedenen Studiengängen der Fakultät Gestaltung – darunter Architectural Lighting Design, Architektur, Design, Innenarchitektur, Kommunikationsdesign und Medien sowie Material Culture Design.
Auch in diesem Jahr wurden im Rahmen der DIA-Preisverleihung weitere herausragende studentische Arbeiten ausgezeichnet. BDB-Präsident Christoph Schild war Mitglied der Fachjury und überreichte die Preise. Die besten Studierenden erhielten Buchpreise sowie ein Jahr freie Mitgliedschaft im BDB.
Mit dieser Auszeichnung – dem DIA-Preis und der BDB-Mitgliedschaft – wurde auch Marielle Kiessig bedacht!
Ihr Entwurf „Die Lückenküche“ ist ein Begegnungsort, an dem gutes Essen als verbindende Kraft wirkt. Als räumliches Szenario zeigt das Projekt, wie innerstädtische Restflächen zu Orten der Gemeinschaft werden können. Eine Baulücke in der Rostocker Altstadt wird zu einem sozialen Ankerpunkt, der gemeinsames Kochen, Essen, Gärtnern und Lernen ermöglicht.
Ein kompakter Holzbau vereint alle wesentlichen Funktionen auf kleiner Fläche. Umhüllt wird er von einer Gewächshaushülle, die einen geschützten Zwischenraum schafft und die Lückenküche um Aufenthaltsbereiche sowie Flächen für urbanes Gärtnern erweitert. Gemeinsam mit einem Garten und einem kleinen Pavillon im Hinterhof entsteht ein Ort, der Austausch fördert, Selbstwirksamkeit erfahrbar macht und zum Verweilen einlädt.
Einblick in die Arbeit von Marielle Kiessig.
Einblick in die Arbeit von Ben Passow
Der BDB gratuliert Ben Passow, Marielle Kiessig und allen weiteren Preisträger:innen herzlich zu dieser Auszeichnung. Die Förderung junger Planer:innen ist ein zentrales Anliegen des BDB – gerade dort, wo Studierende und Absolvent:innen mit ihren Arbeiten zeigen, wie Architektur, Innenarchitektur und Design gesellschaftliche Verantwortung übernehmen können.