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9. Juli 2026 | Berufspolitik | Bund

BDB kritisiert kurzfristige Änderungen bei der Heizungsförderung

Die Planende Berufe brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, genauso wie Bauherrinnen und Bauherren.
Foto: Frauke Riether auf Pixabay.

Die KfW stellt die Heizungsförderung im Rahmen der BEG kurzfristig um. Laut KfW gelten neue Förderbedingungen ab 21. Juli 2026, während der Umstellungsphase ab 9. Juli können keine neuen Bestätigungen zum Antrag erstellt werden. Wer bereits eine sogenannte „Bestätigung zum Antrag“ (BzA) vorliegen hat, kann die Förderung noch bis 20. Juli, 20.00 Uhr zu bisherigen Bedingungen beantragen. Bereits zugesagte Anträge bleiben unberührt.

Was sich ändert: Die förderfähigen Kosten werden reduziert, der Klimageschwindigkeitsbonus abgeschmolzen, der Wärmepumpen-Effizienzbonus und der Biomasse-Emissionsminderungszuschlag entfallen. Zugleich sollen niedrige Einkommen und Familien stärker berücksichtigt werden.

Der BDB bewertet die stärkere soziale Staffelung der Heizungsförderung grundsätzlich als richtigen Ansatz. Klimaschutz im Gebäudebestand muss für Eigentümerinnen und Eigentümer mit kleinen und mittleren Einkommen leistbar bleiben.

Kritisch ist jedoch das Verfahren: Förderbedingungen im Gebäudebereich dürfen nicht kurzfristig und ohne ausreichende Übergangsfristen geändert werden. Wer eine Heizungsmodernisierung plant, braucht Verlässlichkeit – ebenso wie Planerinnen und Planer, Energieberater, Fachunternehmen und das Handwerk.

„Unsere Kolleginnen und Kollegen sind von solchen kurzfristigen Änderungen unmittelbar betroffen. Sie begleiten Eigentümer:innen, beraten zu Fördermöglichkeiten und entwickeln tragfähige Modernisierungskonzepte. Wenn Förderbedingungen praktisch über Nacht verändert werden, werden nicht nur Bauherrinnen und Bauherren kalt erwischt, sondern auch die Planer:innen erneut vor vollendete Tatsachen gestellt. Das geht so nicht“, sagt Friederike Proff, Vize-Präsidentin des BDB und Vize-Präsidentin der Architektenkammer NRW.

Wenn Förderbedingungen praktisch über Nacht verändert werden, werden nicht nur Bauherr:innen kalt erwischt, sondern auch die Planer:innen erneut vor vollendete Tatsachen gestellt. Das geht so nicht!

Dipl.-Ing. Friederike Proff, Vize-Präsidentin des BDB

Unser Fazit:

Abrupte Förderstopps oder kurzfristige Kürzungen beschädigen das Vertrauen in die Wärmewende und erschweren genau jene Investitionen, die für einen klimaneutralen Gebäudebestand notwendig sind. Wir brauchen eine ausfinanzierte, sozial wirksame und planungssichere Förderkulisse für die Sanierung und Modernisierung des Gebäudebestands. Entscheidend ist nicht der schnelle haushaltspolitische Effekt, sondern eine verlässliche Transformationsstrategie, die Klimaschutz, Bezahlbarkeit und qualifizierte Planung zusammenführt.

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