Das Bundesbauministerium hat mit dem „Leitfaden für die Unterbringung wohnungsloser Menschen“ eine Grundlage veröffentlicht, um Städte und Gemeinden bei der Aufgabe zu unterstützen, Menschen ohne Wohnung schnell von der Straße zu holen und würdevoll unterzubringen. Der BDB begrüßt diesen Schritt ausdrücklich!
Die Lage bleibt alarmierend: Zurzeit sind, je nach Zählweise und Quelle – zwischen 500.000 und 1 Millionen Menschen in Deutschland wohnungs- oder obdachlos. Ein besonders besorgniserregendes Bild zeigt sich bei Kindern und Jugendlichen: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes leben derzeit rund 137.000 Minderjährige in Notunterkünften.
Es geht nicht nur um „ein Dach über dem Kopf“, sondern um Standards, die Teilhabe ermöglichen, Sicherheit schaffen und den Weg zurück in eigenen Wohnraum verkürzen.
Dazu zählt das Bauministerium u. a.:
So wichtig temporäre Unterkünfte sind: Sie dürfen nicht zum Dauerzustand werden! Der Schlüssel für eine möglichst kurze Unterbringung in Notunterkünften ist die ausreichende Verfügbarkeit von bezahlbarem und bedarfsgerechtem Wohnraum. Damit künftig deutlich weniger Menschen in Wohnungslosigkeit geraten, braucht es spürbar mehr bezahlbaren Wohnraum, gerade in Ballungsgebieten. Dafür sind aus Sicht des BDB mehrere Hebel entscheidend:
Planende Berufe stehen bereit
Architekt:innen und Ingenieur:innen stehen mit ihrem Knowhow bereit – für menschenwürdige Unterkünfte ebenso wie für die schnelle, qualitätsvolle Realisierung von bezahlbarem und sozial gefördertem Wohnraum. Der BDB bietet Kommunen, Politik und Wohnungswirtschaft den Dialog an, um die Empfehlungen des Leitfadens in die Praxis zu bringen – und gleichzeitig die Wohnraumoffensive zu beschleunigen.