Paul Eliasberg (1907–1983) zählt zu den bedeutenden Künstlern des 20. Jahrhunderts. Sein Werk ist motivisch geprägt von sakralen und natürlichen Räumen. So zeigt er vielfach gotische Kathedralen, deren komplexe feingliedrige Architektur er mit haarfeiner Linie zeichnete und radierte. Sein zweites zentrales Motiv ist die malerische Landschaft Griechenlands mit ihren Inseln, die Eliasberg seit 1957 kontinuierlich besuchte. Bei Architektur wie Natur zeigt er unwirkliche, schwebende Perspektiven – verzauberte Räume.
Eliasberg studierte an der Académie Ranson und war von 1928 bis 1930 Meisterschüler von Roger Bissière. Sein zeichnerischer, die Linie betonender Stil, der sich in seinen Radierungen fortsetzt, lässt sich mit Werken Paul Klees und Lyonel Feiningers vergleichen. Seine Raumphantasien erinnern zuweilen an die verschachtelten Carceri d’Invenzione von Giovanni Battista Piranesi.
Claudia Grimm stellt auf den Seiten der Initiative Baukunst einen schönen Bezug zwischen Ausstellungsraum und Ausstellung her:
Gotik trifft Jugendstil – Warum Braunschweig plötzlich hip ist
WAS: Ausstellung „Paul Eliasberg: Verzauberte Räume“
WANN: Di – So 11 – 17 Uhr, bis zum 5. Oktober 2025,
WO: im Städtischen Museum Braunschweig, Haus am Löwenwall, Steintorwall 14, 38100 Braunschweig