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20. November 2025 | Berufspolitik | Bund

Bau- und Justizministerium legen neues Eckpunktepapier zum Gebäudetyp-E vor

BDB fordert Tempo und das Ende der gesamtschuldnerischen Haftung im Sinne der Planerinnen und Planer
Grafik: Pixabay, Anna Voß, BDB.

Der BDB begrüßt das heute vorgelegte Eckpunktepapier zum Gebäudetyp-E. Die Bundesregierung greift damit ein Anliegen auf, das der BDB seit Langem unterstützt: einfacheres, schnelleres und kostengünstigeres Bauen zu ermöglichen und damit dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Die klare Absicht, die Normungsdichte zu reduzieren und die technische Regulierung stärker zu fokussieren, ist ein richtiger Schritt, der Planung und Baupraxis spürbar entlasten kann.

Entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung des Gebäudetyps E ist, dass Planerinnen und Planer frühzeitig und verbindlich eingebunden werden. Der BDB erwartet daher, als größter interdisziplinärer Berufsverband der planenden Berufe bei der Ausgestaltung und Umsetzung eine aktive Rolle zu erhalten. Nur wenn Fachwissen aus der Planungspraxis einfließt, kann der Übergang zu einfacheren und zugleich sicheren Standards gelingen.

Ebenso wichtig ist, dass die gesetzlichen Regelungen rechtssicher und ohne unverhältnismäßige Haftungsrisiken ausgestaltet werden. Die bislang vorgesehenen Aufklärungspflichten sind aus Sicht des BDB zu umfangreich und drohen, innovative und einfache Bauweisen durch übermäßige Dokumentationsanforderungen auszubremsen. Wenn wirklich ein „Mut zum einfachen und kostenreduzierten Planen“ erreicht werden soll, müssen jedoch die strukturellen Rahmenbedingungen geändert werden: Dazu gehört insbesondere die Abschaffung der gesamtschuldnerischen Haftung für die planenden Berufe. Stattdessen fordert der BDB die Einführung einer gemeinsamen Projektversicherung aller Beteiligten, die Risiken fair verteilt und zugleich den Weg zu pragmatischeren Bauweisen öffnet.

Besonders alarmierend ist der aktuell diskutierte Zeitplan für die Einführung des Gebäudetyps E – eine Umsetzung erst nach dem Sommer 2026 wäre angesichts der Lage auf dem Wohnungsmarkt absolut inakzeptabel. „Ein solcher Zeitverzug ist den Wohnungssuchenden schlicht nicht zu vermitteln“, betont BDB-Präsident Christoph Schild. Vor dem Hintergrund, dass inzwischen über eine Million Menschen in Deutschland wohnungslos sind, wäre ein weiteres Hinauszögern politisch wie sozial unverantwortlich.

Gerade jetzt braucht es Tempo! Deutschland kann es sich angesichts des massiven Wohnraummangels nicht leisten, weitere Monate zu verlieren. Der Gebäudetyp E muss zügig in Gesetzesform gebracht und praxistauglich umgesetzt werden, damit er schnell einen spürbaren Beitrag zur Bewältigung der Wohnungsbaukrise leisten kann.

Die vorgesehenen Neuerungen im Einzelnen

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