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14. Juli 2026 | Aus der Branche | BDB Braunschweig Wolfenbüttel Salzgitter Helmstedt Göttingen

Braunschweig: Umfangreiches Update für den Digitalen Basiszwilling der Stadt

Die Stadt Braunschweig hat ihren Digitalen Basiszwilling um zahlreiche neue Funktionen und Datengrundlagen erweitert, insbesondere im Bereich Umwelt und Klimaanpassung.
Digitaler Zwilling Braunschwgig (c) Stadt Braunschweig

Die Daten sind unter https://braunschweig.virtualcitymap.de erreichbar.

Erstmals werden die Dienste „Kühle Orte“ und Hitzebetroffenheitsindex (HBI) bereitgestellt. Die Karte der Kühlen Orte zeigt neben Grün- und Wasserflächen auch schattige Wege und Sitzgelegenheiten sowie Trinkbrunnen. Sie unterstützt insbesondere während sommerlicher Hitzeperioden bei der Suche nach angenehmen Aufenthaltsorten im Stadtgebiet.

Der Hitzebetroffenheitsindex macht sichtbar, welche Bereiche Braunschweigs besonders von sommerlicher Hitze betroffen sind. Grundlage ist eine GIS-gestützte Analyse verschiedener Einflussfaktoren wie Versiegelungsgrad, Oberflächentemperatur, Bevölkerungsdichte und Grünvolumen. Die Ergebnisse können dabei helfen, Hitzeschwerpunkte zu identifizieren und Maßnahmen zur Klimaanpassung gezielt zu unterstützen.

Auch Zeitreihe von Luftbildern wird erweitert. Ergänzend stehen nun Satellitendaten aus dem europäischen Erdbeobachtungsprogramm Copernicus sowie der US-Raumfahrtbehörde NASA zur Verfügung. Nutzerinnen und Nutzer können dadurch zusätzliche Informationen zur Entwicklung von Vegetation, Oberflächentemperaturen, Versiegelungsgraden und weiteren Umweltindikatoren abrufen. Darüber hinaus werden Daten aus dem Urban Green Eye Programm integriert, darunter Vegetationshöhen, Albedo-Werte und Temperaturtrends.

Ein weiteres Highlight ist ein hochauflösendes 3D-Modell der Alten Waage. Das historische Gebäude wurde mit einer Drohnenbefliegung photogrammetrisch erfasst und mit einer Detailgenauigkeit im Zentimeterbereich digital nachgebaut. Solche Modelle ermöglichen nicht nur eine besonders realitätsnahe Darstellung, sondern leisten auch einen Beitrag zur digitalen Dokumentation und Sicherung historischer und denkmalgeschützter Bauwerke. Ähnliche Integrationen lassen sich auch für die Beurteilung von Bauvorhaben und Wettbewerbsbeiträgen mit entsprechender Datengrundlage umsetzen.

Neben den neuen Datenangeboten wurde die Oberfläche nutzerfreundlicher und moderner gestaltet. Verschiedene Fachzwillinge, darunter auch der Solarzwilling, werden jetzt in einer gemeinsamen Anwendung zusammengeführt. Neue Tools ermöglichen zudem das direkte Messen von Flächen und Strecken innerhalb der 3D-Ansicht.

Für den Einstieg steht ein Tutorial zur Verfügung, das die wichtigsten Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten des Digitalen Basiszwillings anschaulich erläutert. Der Digitale Basiszwilling wird kontinuierlich weiterentwickelt und als zentrale Plattform für die Visualisierung und Erkundung städtischer Daten ausgebaut.

 

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