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29. Januar 2026 | Berufspolitik | Bund

Ein Weckruf für mehr bezahlbaren Wohnraum: Leitfaden zur Unterbringung wohnungsloser Menschen

Das BMWSB unterstützt mit dem „Leitfaden für die Unterbringung wohnungsloser Menschen“ Städte und Gemeinden. BDB: Unterbringung ist notwendig – aber kein Ersatz für Wohnungen!
Foto: Timothy Shoot, iStock.

Das Bundesbauministerium hat mit dem „Leitfaden für die Unterbringung wohnungsloser Menschen“ eine Grundlage veröffentlicht, um Städte und Gemeinden bei der Aufgabe zu unterstützen, Menschen ohne Wohnung schnell von der Straße zu holen und würdevoll unterzubringen. Der BDB begrüßt diesen Schritt ausdrücklich! 

Die Lage bleibt alarmierend: Zurzeit sind, je nach Zählweise und Quelle – zwischen 500.000 und 1 Millionen Menschen in Deutschland wohnungs- oder obdachlos. Ein besonders besorgniserregendes Bild zeigt sich bei Kindern und Jugendlichen: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes leben derzeit rund 137.000 Minderjährige in Notunterkünften. 

Es geht nicht nur um „ein Dach über dem Kopf“, sondern um Standards, die Teilhabe ermöglichen, Sicherheit schaffen und den Weg zurück in eigenen Wohnraum verkürzen. 

Dazu zählt das Bauministerium u. a.: 

  • Möglichst wohnungsähnliche Unterbringung statt dauerhafter Massenunterkünfte 
  • Postalische Erreichbarkeit / Meldeadresse in der Unterkunft, um Zugang zu Leistungen und gesellschaftlicher Teilhabe zu sichern 
  • Sozialräumliche und städtebauliche Einbindung von Standorten 

BDB hält fest: Unterbringung ist notwendig – aber kein Ersatz für Wohnungen

So wichtig temporäre Unterkünfte sind: Sie dürfen nicht zum Dauerzustand werden! Der Schlüssel für eine möglichst kurze Unterbringung in Notunterkünften ist die ausreichende Verfügbarkeit von bezahlbarem und bedarfsgerechtem Wohnraum. Damit künftig deutlich weniger Menschen in Wohnungslosigkeit geraten, braucht es spürbar mehr bezahlbaren Wohnraum, gerade in Ballungsgebieten. Dafür sind aus Sicht des BDB mehrere Hebel entscheidend: 

  • Starke öffentliche Förderung (insbesondere sozial geförderter Wohnungsbau) 
  • Umnutzung und Aktivierung von Beständen (Leerstand, Nachverdichtung, Aufstockung) 
  • Bestandsausbau und serielle/modulare Lösungen, wo sie sinnvoll und schnell umsetzbar sind 
  • Zusätzliche steuerliche Anreize für Bauherren und Eigentümer, die bezahlbaren Wohnraum schaffen oder dauerhaft sichern 
  • Einfaches, kosteneffizientes Bauen – zum Beispiel orientiert an praxistauglichen Standards wie dem „Hamburg Standard“ 

Planende Berufe stehen bereit 

Architekt:innen und Ingenieur:innen stehen mit ihrem Knowhow bereit – für menschenwürdige Unterkünfte ebenso wie für die schnelle, qualitätsvolle Realisierung von bezahlbarem und sozial gefördertem Wohnraum. Der BDB bietet Kommunen, Politik und Wohnungswirtschaft den Dialog an, um die Empfehlungen des Leitfadens in die Praxis zu bringen – und gleichzeitig die Wohnraumoffensive zu beschleunigen. 

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