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29. Oktober 2025 | Aus der Branche | Rheinland-Pfalz

Erfolgreicher BDB-Ortstermin 2025 in Ingelheim: Holzbau als Schlüssel zu nachhaltigem Bauen

Der dritte BDB-Ortstermin 2025 des Landesverbandes Rheinland-Pfalz stand ganz im Zeichen des zukunftsfähigen Holzbaus. Zahlreiche Architekt:innen, Ingenieur:innen und Fachinteressierte, darunter auch der hessische BDB-Landesvorsitzende Gerhard Volk, folgten der Einladung.

Text: Oliver G. Kleiner | Fotos: Gerlinde Wolf

Der dritte BDB-Ortstermin 2025 des Landesverbandes Rheinland-Pfalz stand ganz im Zeichen des zukunftsfähigen Holzbaus. Zahlreiche Architekt:innen, Ingenieur:innen und Fachinteressierte, darunter auch der hessische BDB-Landesvorsitzende Gerhard Volk, folgten der Einladung des Bundes Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (BDB) in die Kreisverwaltung Mainz-Bingen in Ingelheim – der Neubau ist ein beeindruckendes Beispiel moderner Holzhybridbauweise.

Begrüßung durch Landrat Thomas Barth
Landrat Thomas Barth, der seit Kurzem an der Spitze des Landkreises Mainz-Bingen steht, ließ es sich nicht nehmen, die Teilnehmenden des BDB-Weiterbildungsseminars persönlich in der neuen Kreisverwaltung willkommen zu heißen. In seiner Ansprache würdigte er die Bedeutung des Berufsstandes und betonte die hohe Verantwortung, die Architekt:innen und Ingenieur:innen bei der nachhaltigen Gestaltung unserer gebauten Umwelt tragen: „Baumeister:innen im BDB übernehmen eine zentrale Rolle in unserer Gesellschaft – sie gestalten nicht nur Gebäude, sondern auch die Zukunft unserer Städte und Gemeinden. Mit Projekten wie der neuen Kreisverwaltung hier in Ingelheim zeigen wir gemeinsam, wie verantwortungsbewusstes Bauen, Nachhaltigkeit und architektonische Qualität Hand in Hand gehen können.“ Passend zu diesen anerkennenden Worten für seinen Berufsstand überreichte der BDB-Landesvorsitzende Oliver G. Kleiner Landrat Thomas Barth das Jubiläumsbuch „100 Jahre BDB“ – hierin ist die lange und erfolgreiche Geschichte des Verbandes dokumentiert.

Der BDB und das integrale Planen und Bauen
In seiner anschließenden Rede hob Oliver G. Kleiner hervor, dass der BDB seit jeher für integrales, digitales und klimagerechtes Planen und Bauen steht – und damit für einen ganzheitlichen Ansatz, der alle am Bauprozess Beteiligten einbezieht.

„Moderner Holzbau funktioniert nur mit integralem Planen und Bauen – und genau das ist unser BDB-Markenkern. Wir betrachten Gebäude über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Planung bis zum Rückbau – und leisten so einen Beitrag zu Effizienz und Nachhaltigkeit.“ Einen besonderen Dank richtete der Landesvorsitzende an die Mitarbeiter:innen der Kreisverwaltung Mainz-Bingen für die ausgezeichnete Zusammenarbeit in der Vorbereitung der Veranstaltung sowie an die beiden Referenten, Dr.-Ing. Jochen Stahl und Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Graf, die die erkärten Wunschreferenten für das Holzbau-Seminar waren.

Fachvorträge mit Gebäudeführung und Ehrung
Das Programm begann mit dem Vortrag von Dr.-Ing. Jochen Stahl, Tragwerksplaner des Neubaus der Kreisverwaltung Mainz-Bingen. Stahl, Leiter des europäischen Planungsteams von Fast + Epp, präsentierte anschaulich die planerischen und konstruktiven Besonderheiten des Projekts. Seine Arbeit, geprägt durch internationale Erfahrung und innovative Tragwerkskonzepte, zeigte eindrucksvoll, wie Holzbau ökologische und gestalterische Qualitäten vereint.

Im Anschluss konnten die Teilnehmenden das Gebäude in Kleingruppenführungen erkunden. Hierbei stand ihnen Architektin Monika Gerharz von der Kreisverwaltung Mainz-Bingen Rede und Antwort. Die Führung bot praxisnahe Einblicke in Planung, Materialwahl und Umsetzung – und machte deutlich, welche Rolle interdisziplinäre Zusammenarbeit für den Erfolg eines solchen Bauvorhabens spielt.

Nach einer Kaffeepause folgte der zweite Vortrag des Tages: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Graf, Professor an der RPTU Kaiserslautern-Landau und Leiter des Forschungsschwerpunktes t-lab Holzarchitektur und Holzwerkstoffe, sprach über „Kreislaufeffektiv Konstruieren im Holzbau“.
Er beleuchtete zentrale Aspekte wie Nutzungsflexibilität, reversible Fügetechniken, Standardisierung, den mehrgeschossigen Holzbau sowie den Holzskelettbau. Dabei zeigte er auf, wie Kreislaufdenken und Ressourceneffizienz zu einem neuen Paradigma in der Baukultur führen können.

Ein besonderer Programmpunkt des Nachmittags war die Ehrung von Kerstin Algesheimer für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im BDB. In seiner Laudatio würdigte der BDB-Landesvorsitzende Oliver G. Kleiner ihren beruflichen Werdegang: „Kerstin Algesheimer steht mit ihrer Biografie für die Werte, die den BDB ausmachen: Verantwortung, Fachkompetenz, Kontinuität und Leidenschaft für gutes Bauen. Wir gratulieren ihr herzlich zur 25-jährigen Mitgliedschaft und wünschen weiterhin viel Erfolg und Freude bei ihrer Arbeit.“

Fachlicher Austausch und Ausklang – Fazit
Nach intensiven Diskussionen und zahlreichen Fachgesprächen endete der offizielle Teil der Veranstaltung gegen 17 Uhr. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, den inspirierenden Nachmittag beim gemeinsamen Abendessen im Brauhaus Goldener Engel in Ingelheim ausklingen zu lassen – mit angeregtem Austausch und in kollegialer Atmosphäre. Der BDB-Ortstermin 2025 in Ingelheim wurde von den Teilnehmenden als fachlich, organisatorisch und atmosphärisch rundum gelungen bewertet. Das Weiterbildungsseminar zeigte eindrucksvoll, wie im Holzbau durch integrale Planung nachhaltige und architektonisch hochwertige Gebäude errichtet werden können. „Nur gemeinsam sind wir in der Lage, ein fachtechnisch optimales und architektonisch gelungenes Bauwerk zu planen und schlussendlich für unsere Auftraggeber umzusetzen – und das ist und bleibt der Grundgedanke des BDB“, fasste der BDB-Landesvorsitzende Oliver G. Kleiner den inspirierenden Nachmittag in Ingelheim zusammen.

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