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7. Februar 2024 | Aus der Branche | Bund

Für Demokratie und Vielfalt | BDB unterstützt Statement gegen Rechtsextremismus

Menschen mit Migrationsgeschichte gehören zu unserem Verband und prägen das gesamte Planungs- und Baugewerbe.
Grafik: Anna Voß, BDB.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Mehr als jeder vierte Mensch, der in Deutschland in der Planung und Ausführung von Gebäuden und Bauwerken tätig ist, hat auf die eine oder andere Art eine Migrationsgeschichte – beim Hoch- und Tiefbau laut Mediendienst Integration sogar fast jeder dritte! Das Planen und Bauen in Deutschland ist also ohne diese Menschen absolut undenkbar. Ohne sie würde die gesamte Branche stillstehen, und das in wirtschaftlich und gesellschaftlich sowieso schon herausfordernden Zeiten.

Auch im BDB spiegelt sich das wider: Unser Verband wird schon lange auch von Planerinnen und Planern mit Migrationsgeschichte mitgeprägt, egal ob sie Studierende, Selbstständige oder Angestellte sind. In unserer Satzung und in unseren Berufs- und Compliance-Regeln ist klar und deutlich formuliert: Der BDB ist eine auf demokratischen Grundsätzen basierende Gemeinschaft unterschiedlichster Menschen mit gemeinsamen Werten und Überzeugungen. Kleinste gemeinsame Nenner sind das Grundgesetz und die deutsche Rechtsordnung.

Der BDB positioniert sich deshalb klar und deutlich: Rechtsextreme Kreise und ihre menschenverachtenden Pläne und Äußerungen gegenüber in Deutschland lebenden Mitbürgerinnen und Mitbürgern werden verurteilt und in unserem Verband nicht akzeptiert! Das Bekenntnis zu Demokratie ist für uns alternativlos.

Aus diesem Anlass schließt sich der BDB einem Statement des Bundesverbands der Freien Berufe (BFB) an. Gemeinsam mit vielen anderen Organisationen setzen wir so ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und für Demokratie und Vielfalt.

Das Statement im Wortlaut:

„Rund sechs Millionen in und für die Freien Berufe tätige Menschen sind nicht nur eine relevante Wirtschaftsgruppe, sondern auch eine Wertegemeinschaft. Wir stehen für Demokratie, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Toleranz und Integration. Knapp ein Fünftel unserer Auszubildenden haben ausländische Wurzeln, unsere flächendeckenden Strukturen werden durch Kolleginnen und Kollegen mit einer Zuwanderungsgeschichte bereichert. Umgekehrt leisten Freiberuflerinnen und Freiberufler täglich unzählige Beiträge zu einer erfolgreichen Integration. Die bekannt gewordenen Vorstellungen einer Vertreibung ganzer Gruppen von Menschen aus Deutschland stehen unseren gelebten Werten diametral entgegen. Unsere freiheitliche demokratische Grundordnung ist unverhandelbar. Angriffen auf sie, auf ihre Institutionen und auf unser Grundgesetz müssen und werden wir uns entgegenstellen. Freiberuflerinnen und Freiberufler treten für einen pluralistischen Dialog und gegen Radikalisierung, Hass, Hetze und Antisemitismus ein. Freie Berufe sind auf eine offene freiheitliche Gesellschaft angewiesen, nur in einer solchen können sie ihre für die Gesellschaft existenziellen Aufgaben wirkungsvoll und am Gemeinwohl orientiert erfüllen.“

Das Statement gegen Rechtsextremismus zum Download

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