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26. Februar 2026 | Verbandsnachrichten | Bayern

Jahresempfang 2026 in München

Beim Jahresempfang 2026 am 5. Februar des Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Bayern drehte sich alles um Zuversicht, Verantwortung und Baukultur. Vertreter aus Politik und Praxis setzten starke Impulse für bezahlbares Wohnen, Qualität und gemeinsames Handeln.
v.l.n.r. BDB Bayern Vorstand Dipl-Ing. Alexander Lyssoudis BDB, Prof. Lydia Haack Präsidentin ByAK, StM. Christian Bernreiter MdL, BDB Bayern Vorstand Architekt Dipl.-Ing. Mario Mirbach, Prof. Dr.-Ing. Norbert Gebekken Präsident BayIkaBau, BDB-Präsident Architekt Christoph Schild
Mario Mirbach eröffnet den schönen Abend
Ehrenbaumeisterwürde in Form einer Holzskulptur (Künstler Michael von Brentano) überreicht von BDB Bayern Vorstand Alexander Lyssoudis

Jahresempfang 2026 des BDB Bayern

Gemeinsam im Zug – Zuversicht, Verantwortung und Baukultur im Dialog

Zukunft bauen heißt: gemeinsam handeln.
Mit diesem klaren Signal setzte der Jahresempfang 2026 des Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (BDB) Bayern ein starkes Zeichen für Dialog, Verantwortung und Zuversicht in bewegten Zeiten.


Ein Ort mit Symbolkraft

Die Bayerische BDB-Geschäftsstelle – mit Blick auf das Gleisfeld des München Hauptbahnhof – bot die perfekte Kulisse für das Leitmotiv des Abends. Züge kommen und gehen, Menschen begegnen sich, Wege kreuzen sich, neue Ziele entstehen.

Ein treffendes Bild für die Bauwelt: Auch hier braucht es Koordination, Vertrauen und gemeinsames Handeln, damit Projekte ihr Ziel erreichen.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie aus planenden und ausführenden Berufen folgten der Einladung. Die besondere Atmosphäre, das warme Abendlicht und der Sonnenuntergang über den Gleisen verliehen dem Empfang eine offene und zugleich feierliche Stimmung.


„Zukunft bauen – Wohnen. Arbeiten. Leben.“

Mario Mirbach eröffnete den Abend mit der offiziellen Begrüßung und stellte den Empfang unter das Leitmotiv:
„Zukunft bauen – Wohnen. Arbeiten. Leben.“

Gerade in herausfordernden Zeiten brauche es Orte des Austauschs, so Mirbach – Plattformen, auf denen unterschiedliche Perspektiven konstruktiv zusammenkommen. Der BDB versteht sich dabei als verbindendes Element zwischen Politik, Praxis und Gesellschaft.


Wir sitzen im selben Zug

In seiner Grundsatzrede spannte BDB-Bundespräsident Christoph Schild den Bogen von der Eisenbahn als Ort der Begegnung zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Seine Botschaft:
Wir sitzen häufiger im selben Zug, als uns bewusst ist.

Schild warb für Zuversicht statt Resignation. Digitalisierung, künstliche Intelligenz und innovative Werkzeuge böten enorme Chancen – dürften jedoch nicht das persönliche Gespräch und transparente Kommunikation ersetzen. Bauprojekte leben von Vertrauen, klaren Rahmenbedingungen und der Fähigkeit, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen.

  • Klare Forderungen formulierte er ebenfalls:faire Honorare
  • verlässliche politische Rahmenbedingungen

  • ein Vergabe- und Genehmigungssystem, das Qualität ermöglicht

  • Investitionen in Infrastruktur und Klimaneutralität mit Beteiligung regionaler Büros und mittelständischer Unternehmen


Bezahlbares Wohnen als gesellschaftliche Aufgabe

Prof. Lydia Haack, Präsidentin der Bayerische Architektenkammer, stellte in ihrem Beitrag die soziale Dimension des Bauens in den Mittelpunkt.

Wohnen dürfe kein Luxus werden. Bezahlbarer Wohnraum sei Grundvoraussetzung für gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirtschaftliche Stabilität.

Sie betonte:

  • faire Honorierung und losweise Vergaben
  • die Stärkung regionaler Strukturen

  • den Erhalt kleiner und mittlerer Betriebe

  • einfache, robuste Lösungen im Sinne nachhaltiger Baukultur

Mit Blick auf Klimaschutz verwies sie auf den Gebäudetyp E als Beispiel dafür, dass Klimaschutz, Qualität und Bezahlbarkeit kein Widerspruch sein müssen – insbesondere im Bestand.


Ehrenbaumeisterwürde für Christian Bernreiter

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Ehrenbaumeisterwürde an Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr.

In der Laudatio würdigte Prof. Dr.-Ing. Theodor M. Gebbeken, Präsident der Bayerischen Ingenieurkammer-Bau, Bernreiters Einsatz für:

  • Bürokratieabbau

  • praxistaugliche Standards

  • sozialen Wohnungsbau

  • leistungsfähige Verkehrs- und Schieneninfrastruktur

Als Bauingenieur kenne Bernreiter die Herausforderungen der Praxis aus eigener Erfahrung. In seiner Dankesrede betonte er die Bedeutung vereinfachter Planungs- und Genehmigungsverfahren, realistischer Standards und konsequenter Digitalisierung – mit dem Ziel, schneller zu bauen, ohne Qualität und Klimaziele aus den Augen zu verlieren.


Begegnung, Musik und Austausch

Für den musikalischen Rahmen sorgte die Jazzsängerin Lisa Wahlandt mit Klavierbegleitung und verlieh dem Abend eine stilvolle Leichtigkeit. Kulinarisch begleitet von Catherine’s Catering bot sich den Gästen reichlich Gelegenheit zum persönlichen Austausch.

Der Blick auf die vorbeiziehenden Züge machte deutlich: Bewegung entsteht durch gemeinsames Handeln.


Fazit

Der Jahresempfang 2026 des BDB Bayern zeigte eindrucksvoll, wie wichtig der Dialog zwischen Politik, Berufsständen und Gesellschaft ist.

Zuversicht, Offenheit und Verantwortung sind die Weichenstellungen für die Zukunft des Bauens.

Oder, um im Bild des Abends zu bleiben:
Der Zug fährt – und er erreicht sein Ziel nur, wenn wir ihn gemeinsam steuern.

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