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24. März 2025 | Aus der Branche | BDB Braunschweig Wolfenbüttel Salzgitter Helmstedt Göttingen

Rathaus und Opernhaus auf dem Braunschweiger Hagenmarkt? Ja, aber wo?

Die 28 Teilnehmer der Exkursion der BDB-Bezirksgruppe in die Braunschweiger Stadtgeschichte vom 11. März dieses Jahres können das jetzt beantworten.

Die archäologischen Grabungen vor der ausgiebig diskutierten Umgestaltung des Hagenmarktes ermöglichten für eine begrenzte Zeit einen höchst interessanten Blick in die Baugeschichte des zentralen Ortes des einstigen Weichbildes Hagen. Aus historischen Quellen und vorangegangenen Grabungen war bekannt, dass dort bis in das 17. Jahrhundert das Rathaus stand und an dessen Stelle ab ca. 1690 ein Opernhaus erbaut wurde, das 1884 wieder abgetragen wurde.

Dennoch hatte es für alle Beteiligten eine andere Qualität, die erhaltenen Reste der Gründungen beider Gebäude, die z. T. aufeinander aufbauen, vor Ort in den Zusammenhang mit der Katharinenkirche und den heutigen platzbildenden Gebäuden einordnen zu können.

Dieser Blick in die Stadtgeschichte war nur für einen historischen Wimpernschlag möglich: die freigelegten Mauern, Fundamente, Brunnen und auch eine Pipe werden nach ihrer ausführlichen Dokumentation abgetragen und beseitigt; einige außergewöhnlichen Funde, wie Teile des Maßwerks eines Rathausfensters, sollen jedoch konserviert und später ausgestellt werden.

Nach einer fachkundigen Einleitung in die Thematik durch Herrn Klaus Hornung, den Leiter des Referats Stadtbild und Denkmalpflege der Stadt Braunschweig, stellten Herr Tobias Uhlig als Grabungsleiter des Landesamtes für Denkmalpflege und Herr Kai Gößner von der mit der Ausgrabung befassten Firma arcontor Projekt GmbH dann die bislang vorwiegend im südlichen Platzbereich durchgeführten Grabungen vor. So lässt sich beispielsweise aus den ergrabenen Fundamenten auf eine repräsentative Südfassade des Opernhauses mit einem Laubengang folgern.

Die umfangreichen Datenmengen, die aus der vielfältigen Dokumentation erwachsen, bedürfen nun der wissenschaftlichen Auswertung – wahrscheinlich kann man sich dann in einigen Jahren per VR-Brille durch ein virtuelles Modell des Opernhauses bewegen.

Dazu wird der BDB dann rechtzeitig einladen – um passende Garderobe wird gebeten!

Text: Wolfgang Lehne Bilder: Andreas Kyrath

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