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14. September 2022 | Aus der Branche | Bund

Strategiepapier „Bauen am Beginn der Zukunft“ – Ettersburger Gespräch 2022

BDB-Klimabauplan findet Eingang in die Podiumsdiskussion des Ettersburger Gesprächs. Der BDB wurde durch Ute Zeller vertreten. Strategiepapier stellt drei Schwerpunkte in den Mittelpunkt: Ressourcenschonung und Klimawandel, Bestand, Ausbildung und Zusammenarbeit.
Die Teilnehmer:innen des Ettersburger Gesprächs. Bildnachweis: Ettersburger Gespräch 2022, © Axel Clemens für die Bundesstiftung Baukultur.

Das Ettersburger Gespräch gilt als wichtiger Impulsgeber und fachübergreifendes Forum der Bau- und Immobilienbranche. Es befasst sich mit grundlegenden Fragestellungen der Zukunft des qualitätsvollen Planens und Bauens.  

Das Ettersburger Gespräch ist eine Veranstaltung der Bundesstiftung Baukultur. Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur eröffnete die Veranstaltung mit den Worten: „Durch innovatives, effizientes und nachhaltiges Planen und Bauen müssen die Treibhausgase im Bausektor drastisch reduziert und Bauen klimagerecht und sozialverträglich gestaltet werden. Wir stehen vor einem Wendepunkt und am Beginn der Zukunft“. Dabei verwies Reiner Nagel auf die bereits voraus gegangenen Absichtserklärungen, wie „Das Haus der Erde“, „Das Bauhaus der Erde“, das „Neue Europäische Bauhaus“ und der „BDB-Klimabauplan“. 

Mit Blick in die nahe Zukunft wurden beim Gespräch Handlungsansätze, verschiedene Perspektiven und Strategien fachübergreifend diskutiert, gelungene Projekte vorgestellt und ein Strategiepapier zum Thema „Bauen am Beginn der Zukunft“ beschlossen. Es richtet sich an Bauschaffende und die Politik. Die Thesen des Strategiepapiers: 

  • Ressourcenschonen und den Klimawandel gestalten: Handlungspotential besteht dabei insbesondere in den Bereichen zirkuläre Bauwirtschaft, in der Verwendung nachhaltiger Rohstoffe sowie im Hinblick auf Planung und Flächennutzung. Nach- und Innenverdichtung bzw. Aufstockung sollten hier Teil der Lösung sein. Weitere Flächenversiegelung gelte es grundsätzlich zu vermeiden. 
  • Dem Bestand eine neue Bedeutung beimessen: Bestehende Bausubstanz zu erhalten, neue Nutzungsmöglichkeiten zu finden oder deren Materialien erneut dem Rohstoffmarkt zuzuführen bilden die Grundlage für die „zehnte“ Bauplanungsphase. So wird der Prozess entweder von vornherein zyklisch begriffen oder die Nutzungsflexibilität zur neuen Maxime erhoben. Zentrales Instrument für die Flexibilisierung des Bestandes und einer zyklischen Planungsphase seien vor allem verlässliche Rahmenbedingungen, urteilt die Gesprächsrunde. 
  • Ausbildung qualifizieren und Zusammenarbeit stärken: Mit Blick in die Zukunft gilt es diese Impulse in der Lehre zu fixieren und zum Goldstandard zu erheben. Besonderer Schwerpunkt muss in diesem Zusammenhang auch auf einem stärker vernetzten Verständnis aller am Planungs- und Bauprozesse beteiligten Akteure liegen. Nachwuchsförderung, praxisnahe Ausbildung und interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Berufsgruppen gewährleisten Effizienz und Zukunftsfähigkeit. Insbesondere Zuzug aus dem Ausland, Automatisierung und die Digitalisierung können hier als Bindeglieder und Chance begriffen werden. 

Bundesbauministerin Klara Geywitz erwartete mit großem Interesse das Strategiepapier und äußerte sich: „Die großen Herausforderungen liegen im Bestand. Noch immer ist die Sanierungsquote viel zu gering.“ Die Expertise sieht Ministerin Geywitz im seriellen Bauen, nicht nur im Neubau, auch beim Umbauen und Sanieren. 

Ute Zeller, Mitglied des BDB Präsidiums hat am Ettersburger Gespräch 2022 teilgenommen.

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