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20. Juni 2025 | Aus der Branche | Rheinland-Pfalz

Rheinland-pfälzische Delegierte auf dem Baumeistertag 2025 – BDB feiert 100. Jubiläum und gibt Signal für zukunftsfähiges Bauen

Auf dem Baumeistertag 2025 hat der BDB Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure in Potsdam sein 100-jähriges Bestehen gefeiert.

Text: Thomas Bussemer (Bundesgeschäftsstelle) und Landesverband Rheinland- Pfalz

Auf dem Baumeistertag 2025 hat der BDB Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure in Potsdam sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Seit seiner Gründung prägt der BDB die Bau- und Planungsbranche in Deutschland entscheidend mit und so kamen unter dem Motto „Lust auf Zukunft“ mehr als 200 Delegierte sowie zahlreiche Gäste aus Politik, Bauwirtschaft und Planung zusammen.

Stark vertreten in Potdam war auch Rheinland-Pfalz – mit der vom Landesvorsitzenden Oliver G. Kleiner (Bezirksgruppe Idar-Oberstein) angeführten Delegation: Klaus Urschel, Tino Steinmetz (beide Bad Kreuznach), Kurt Kau (Kaiserslautern), Armin Kraft, Matthias Höfer (beide Koblenz), Dr. Wolfgang Naumer (Mannheim-Ludwigshafen), Elmar Härter (Simmern), Norbert Seitz (Speyer), Klaus Koos, Franz Josef Schurb (beide Trier) und Robert Büssow (Worms). Dem Bundesvorstand gehört aus Rheinland-Pfalz neben dem Landesvorsitzenden Oliver G. Kleiner auch Armin Kraft als Bundeskassenprüfer an.

Nach Grußworten von Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg und Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundestiftung Baukultur, gaben drei besondere Gäste mit ihren Vorträgen neue Impulse: Dr. Liya Yu, Neuropolitologin und Autorin, Marcella Hansch, Architektin und Gründerin von „Stimme der Meere“, sowie Dieter Grau von Henning Larsen Architects, Experte für wassersensible Stadtplanung.

Als zentrales Ergebnis des Baumeistertages verabschiedeten die Delegierten die „Potsdamer Erklärung“ – ein Appell für mutige und zukunftsfähige Bau- und Berufspolitik.

Kernpunkte der Potsdamer Erklärung:

I. Wandel zulassen: Planen und Bauen erfordern neue Wege. Statt Stillstand braucht es Mut zum Umdenken, Engagement und Zusammenarbeit – von Anfang an.
II. Klimaschutz ist überlebenswichtig: Der BDB stellt Werkzeuge bereit, um Klimaschutz im Bauen umzusetzen.
III. Zielkonflikte benennen: Perfektion ist illusorisch – entscheidend ist, was funktioniert und Nutzen bringt.
IV. Bauen beschleunigen: Verfahren und Fristen müssen gestrafft, Genehmigungen schneller erteilt werden. Eine Task-Force soll Behörden unterstützen, externe Prüfer sollen notfalls einspringen.
V. Wohnraum schaffen: Nicht-sicherheitsrelevante Normen können ausgeklammert werden, Förderprogramme müssen verlässliche Lösungen ermöglichen.
VI.Bürokratie abbauen, Vertrauen schaffen: Planungsleistungen müssen fair honoriert und nachhaltiges Bauen zuverlässig gefördert werden.

BDB-Präsident Christoph Schild machte deutlich: „Es braucht Mut zum Umdenken und die Bereitschaft, das Know-how von Planerinnen und Planern frühzeitig einzubeziehen – auch und gerade bei politischen Entscheidungen! Der BDB steht mit seiner interdisziplinären Kompetenz bereit, gemeinsam die Zukunft des Bauens zu gestalten.“

Der rheinland-pfälzische Landesvorsitzende Oliver G. Kleiner ergänzte: „Mit der Potsdamer Erklärung sendet der BDB ein starkes Signal an Politik, Bauwirtschaft und Gesellschaft – für ein Planen und Bauen, das Verantwortung für die Zukunft übernimmt. Mit seinen Mitgliedern bringt der BDB alle Perspektiven des Planens und Bauens an einen Tisch“.

Die Potsdamer Erklärung zeigt: Der BDB wird sich weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen, dass Planen und Bauen in Deutschland schneller, nachhaltiger und sozial ausgewogener werden – damit die Zukunft keine Vision bleibt, sondern Wirklichkeit wird.

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